Dokuserien Entwickeln

Dozentin: Eva-Maria Fahmüller

eLearning mit Live-Webinaren - 30.05. bis 14.07.24 - 6 Wochen
integrierte Live-Webinare:  05.06., 12.06., 19.06., 26.06., 03.07., 10.07.24, 18.30 bis 21.00 Uhr 
eigene Stoffentwicklung möglich - bis 26.05.24 Early Bird 340 €, danach 360 €

Dokumentarserien boomen – bei Streamingdiensten, in öffentlich-rechtlichen Mediatheken und bei privaten Sendern.
Vom historischen Dokudrama (KRIEG DER TRÄUME, arte 2018) über das Aufbereiten historischer Ereignisse (ROHWEDDER – EINIGKEIT UND MORD UND FREIHEIT, Netflix 2020; TOD UND SPIELE – MÜNCHEN 72, ARD 2022) über Sport-Dokus (THE LAST DANCE, Netflix 2020; FC BAYERN – BEHIND THE LEGEND, Amazon 2021) bis True Crime (THE DEVIL NEXT DOOR, Netflix 2019; DON'T F*K WITH CATS, Netflix 2019; TIGER KING, Netflix 2020). Aktuell ist das Angebot kaum mehr zu überblicken (GESTÄNDNISSE EINES NEONAZIS, ZDF 2023; KEVIN KÜHNERT UND DIE SPD, ARD 2023; JUAN CARLOS, Sky 2023 - um nur drei zu nennen).

Autor*innen für Dokuserien werden gesucht! Doch das Erzählen von realem Geschehen über die lange Strecke mehrerer Folgen birgt ganz eigene Herausforderungen:

Das Publikum erwartet von dokumentarischen Serienformaten nicht nur einen hohen Informationsgehalt, sondern auch spannendes und emotional aufgeladenes Storytelling. Mitreißendes Erzählen über die lange Strecke einer horizontal aufgebauten, komplexen Mini-Serie oder Staffel erfordert genaue dramaturgische Überlegungen im Vorfeld. Eine möglichst präzise Vorbereitung hilft außerdem, unnötige Zeit- und Reibungsverluste in Produktion und Postproduktion zu vermeiden. Welche Tools gibt es, die die Stoffentwicklung unterstützen? Und wie funktioniert bei der Dokuserie der Writers‘ Room?

Gleichzeitig gilt es, trotz serieller Komplexität, nicht in Fiktion abzudriften, sondern der Wirklichkeit verhaftet zu bleiben. Laufende Recherchen und neue Erkenntnisse wirken immer wieder auf den Stoff zurück: Protagonist:innen verhalten sich überraschend oder neues Material findet sich. Welche dramaturgischen Elemente sind beim Erzählen von realen Menschen und Schicksalen überhaupt anwendbar?

Das Seminar beleuchtet die erzählerischen Möglichkeiten von Dokumentarserien anhand von aktuellen Beispielen. In Bezug auf die Dramaturgie geht es dabei vor allem um das serielle Potenzial von Grundideen, um das emotionale Thema und die Welt der Geschichte, um Staffelbögen, um vertikale und horizontale Strukturen genauso um emotionale Höhe- und Tiefpunkte inkl. der Suche nach Cliffhangern. Es geht um die Zuordnung von Protagonist:innen, um Empathie-Aufbau und um Off-Texte. Darüber hinaus geht das Seminar auf die Besonderheiten zeitgemäßer Serien wie das multiperspektivische Erzählen und dessen Wirkung auf das Publikum ein.

Zusätzlich lernen die Teilnehmenden worauf es bei der Arbeit in einem Concept Room, genauso einem Writers‘ Room ankommt. Wie fängt man an? Welche Arbeitsschritte sind möglich und sinnvoll? Was bedeutet es zu plotten oder in Beats zu denken? Und welche Auswirkungen hat die Stoffentwicklung auf Interviews und Archivrecherche, auf Dreh und Schnitt?

Das Seminar richtet sich an alle, die im dokumentarischen oder journalistischen Bereich arbeiten und mehr über serielles Erzählen erfahren möchten. Es richtet sich genauso an alle, die mit Fiction arbeiten und ihr Knowhow um die Besonderheiten Dokuserien-Entwicklung erweitern möchten.    

Der Fokus des Seminars liegt auf den Live-Webinaren, in denen die verschiedenen Inhalte theoretisch, genauso durch Filmausschnitte, Diskusionen und Übungen erarbeitet werden. In jedem Live-Webinar besteht außerdem die Möglichkeit, ein Kurzkonzept für eine Dokuserie mit der Dozentin und den anderen Teilnehmenden zu besprechen.

Ziel des Seminars ist es, Feedback, Hilfestellung und Inspiration bei der Entwicklung eigener Dokuserien zu geben.

 

Über die Dozentin
Eva-Maria Fahmüller war und ist als Dramaturgin in die Entwicklung verschiedener z.T. preisgekrönter Dokuserien und Dokudramen eingebunden und hat ihre Erfahrungen in diesem Seminar gebündelt.  
Sie berät seit über 20 Jahren als freie Dramaturgin verschiedene Produktionsfirmen sowie zahlreiche Autorinnen und Autoren. Außerdem ist sie als Dozentin tätig – so an der Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“ (2013 bis 2019), an der Zürcher Hochschule der Künste (seit 2020) und an der Master School Drehbuch, die sie 2009 als Inhaberin übernahm.
Von 2008 bis 2016 war sie stellvertretende, von 2016 bis 2022 Vorstandsvorsitzende von VeDRA, dem Verband für Film- und Fernsehdramaturgie e.V. Dabei ist sie Mitveranstalterin der VeDRA-Tagung FilmStoffEntwicklung für die sie u.a. die Gesprächsreihe „Neue Dramaturgien“ verantwortet. MEHR ...

 

 

Ort: eLearning
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